FAQ

Wenn man bei Freunden oder Bekannten fragt, was diese von Verbindungen halten, bekommt man in der Regel sehr viele verschiedene Antworten. Nicht immer treffen diese auf uns zu und so versuchen wir die häufigsten Fragen über uns hier zu beantworten. 

„Über Studentenverbindungen hört man nicht immer nur Gutes – wie sieht es bei euch mit folgenden Themen aus: Frauenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Trinkzwang, radikale politische Ansichten…?“
Da wir eine gemischte Verbindung sind, also auch Frauen aufnehmen, spielt bei uns das Thema Frauenfeindlichkeit keine Rolle. Vielmehr setzen wir uns für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein und vertreten diese Ansicht auch bei anderen Bünden. Auch können wir uns klar von dem Vorurteil der Ausländerfeindlichkeit oder des Rassismus‘ lossagen. Wir beurteilen niemanden nach seiner Herkunft, Hautfarbe oder seiner Religion. Stattdessen freuen wir uns über eine große Vielfalt auf dem Haus, da man so Einblicke in andere Kulturen erhalten und seinen Blick auf die Welt und die Menschen erweitern kann.
Was den Trinkzwang angeht, so lässt sich sagen, dass die meisten von uns zwar gerne Party machen und dabei das ein oder andere Bier (oder auch mal mehr) konsumieren, jedoch niemand zum Trinken von Alkohol gezwungen wird. In dieser Hinsicht sind wir wahrscheinlich genauso wie die meisten Studierenden ;) Wir vertreten als Gemeinschaft keine einheitliche und vor allem keine radikale politische Richtung. Viel schöner finden wir es, wenn sich jeder seine eigene Meinung zu politischen Themen bildet, sodass man sich darüber austauschen und sich gegenseitig neue Perspektiven eröffnen kann.

„Viele Studentenverbindungen fechten. Ihr nicht?“
Wir sprechen uns bewusst gegen das studentische Fechten aus, da wir den Umgang mit jeglichen Waffen ablehnen und nicht unterstützen möchten.

„Kann ich während meiner gesamten Studienzeit hier wohnen?“
Ja, das kannst du. Im Gegensatz zu vielen anderen Verbindungen, haben wir, aufgrund unserer vielen Zimmer, das Glück keine Wohnzeitbegrenzung einführen zu müssen. Allerdings ist es uns ein Anliegen unser Studium möglichst zügig, aber dennoch gut (und das erfordert teilweise etwas mehr Zeit als es die Regelstudienzeit vorschreibt) abzuschließen. Unter Druck gesetzt wird man aus diesem Grund aber nicht.

„Was ist dieses Lebensbundprinzip?“
Die meisten Studentenverbindungen folgen dem Lebensbundprinzip.
Das heißt, dass man auch nach dem Studium noch Mitglied der Verbindung bleibt und als „Alte Dame“ oder „Alter Herr“ die neuen Generationen unterstützt. Dies geschieht durch einen kleinen monatlichen Beitrag und durch die Teilnahme an Veranstaltungen, zu denen man herzlich eingeladen ist. Dies bietet uns die Möglichkeit, sich generationsübergreifend auszutauschen. Auch erfährt man oft Unterstützung im Studium und kann von den Erfahrungen der Alten Damen und Alten Herren profitieren. Manchmal hört man dabei die eine oder andere abenteuerliche Geschichte aus der damaligen Studentenzeit.

„Was ist mit Fux oder Bursch gemeint? Was ist eine Burschenschaft eigentlich?“
Fux und Bursch sind die traditionellen Bezeichnungen für vorläufige Mitglieder (Fux) und endgültige Mitglieder (Bursch) einer Burschenschaft. Alle drei Begriffe entstammen aus dem damaligen Studentenjargon:
So wurden früher generell alle Studenten der ersten Semester als Füchse bezeichnet. Inzwischen halten jedoch hauptsächlich Studentenverbindungen an diesem Begriff fest (mit der Schreibweise „Fux“). Bursch bezeichnete Studenten im Allgemeinen und somit war eine Burschenschaft eine Studentenschaft. Das Wort leitet sich von Burse ab, einem alten Begriff für eine studentische Gemeinschaft, welche aus einer gemeinschaftlichen Kasse lebt. Wir benutzen den Begriff Bursch aber geschlechtsneutral – sowohl unsere männlichen als auch unsere weiblichen Mitglieder bezeichnen sich als Burschen.

„Es wohnen 20 Leute auf einem Haus… Wie sieht es mit der Privatsphäre aus?“
Wenn man mit vielen Leuten zusammen wohnt, braucht man auch mal einen Rückzugsort. Das ist uns bewusst und daher ist uns Privatsphäre wichtig: So wird eine geschlossene Zimmertür immer respektiert. Wenn bei dir geklopft wird, du aber nicht öffnest, dann wird das stets akzeptiert.

„Habe ich irgendwelche Verpflichtungen?“
Als neuer Hausbewohner hast du zunächst nur kleine Verpflichtungen:
Du solltest aktiv an Veranstaltungen (+ Vorbereitung / Aufräumen) und dem alltäglichen Leben auf dem Haus teilnehmen – schließlich wollen wir uns gegenseitig kennenlernen und du sollst einen Einblick in unsere Gemeinschaft bekommen. Natürlich kannst du dich von Veranstaltungen abmelden, wenn es dir gar nicht passt, aber generell hoffen wir auf deine Anwesenheit. Meistens ist’s auch ganz lustig ;)
Nach einem halben Jahr kannst du dich entscheiden ‚Fux‘, also vorläufiges Mitglied, zu werden. Hierbei erhältst du etwas mehr Verantwortung, indem du ein kleines Amt übernimmst. Dies wäre beispielsweise die Organisation eines Sportabends. Als ‚Bursch‘ (vollständiges Mitglied) übernimmst du überwiegend größere Ämter. Ämter und Aufgaben können zeitintensiv sein, aber jeder erhält Unterstützung sich zurecht zu finden und zusätzlich lernt man auch noch etwas dabei. Bis du an diesem Punkt angekommen bist, wirst du dir aber schon ein eigenes Bild gemacht und ein Amt gefunden haben, was du übernehmen möchtest.